Religionen der Welt: Übersicht

Weltreligionen Religionen in Deutschland
Ökumenische Bewegung Abrahamitische Ökumene

 

 

Weltreligionen

Als Weltreligionen werden in der Regel die Religionen bezeichnet, die viele Anhänger haben und global vertreten sind. Der Begriff Weltreligion ist allerdings nicht eindeutig definiert. Somit ist die Entscheidung, ob eine Religion zu den Weltreligionen zählt,  eher willkürlichDie folgenden fünf Religionen werden im Allgemeinen als Weltreligion bezeichnet: 

  • Christentum (etwa 2,1 Mrd. Anhänger; aktive Missionierung)) 
  • Islam (etwa 1,6 Mrd. Anhänger; aktive Missionierung)
  • Hinduismus (etwa 850 Mio. Anhänger; keine Missionierung durch Kastenzugehörigkeit)
  • Buddhismus (etwa 375 Mio. Anhänger; ursprünglich keine Missionierung, Veränderung durch Europa und USA)
  • Judentum (etwa 15 Mio. Anhänger; keine aktive Missionierung/auserwähltes Volk)

Aber auch die folgenden Religionen werden manchmal als Weltreligionen bezeichnet:

  • Sikhismus (etwa 23 Mio. Anhänger; keine aktive Missionierung)
  • Daoismus (etwa 8 Mio. Anhänger auf Taiwan, bis zu 60 Mio. Anhänger in der VR China; keine aktive Missionierung)
  • Bahai (etwa 7 Mio. Anhänger, weltweite Verbreitung; keine aktive Missionierung)
  • Konfuzianismus (etwa 6 Mio. Anhänger; keine aktive Missionierung)

In der Religionswissenschaft spricht man allerdings inzwischen von Religionen der Welt, um alle Religionen zu erfassen, auch die schriftlosen Religionen. Das Gewicht liegt auf der Anzahl der Anhänger. (Wikipedia: Übersicht Weltreligionen)

 

 

Religionen in Deutschland

Angaben aus den Jahren 2008 - 2010

 

Zu "Andere" gehören: Orthodoxe Kirchen (Orthodoxe Kirchen sind christlich orientiert und teilweise sehr unterschiedlich), Freikirchen und evangelikale Kirchen (Freikirchen sind christlich orientiert  und ebenfalls sehr unterschiedlich), weitere christlich orientierte Religionsgemeinschaften (Sehr unterschiedliche Kirchen, die nur die christliche Orientierung gemeinsam haben), Juden (Eigenständige monotheistische Religion ohne Missionierung, sehr unterschiedliche Glaubensrichtungen innerhalb des jüdischen Glaubens), Jesiden (Eigenständige monotheistische Religion ohne Missionierung, kam mit geflüchteten Kurden nach Deutschland), Religionsgemeinschaften aus dem asiatischen Raum (Teils polytheistische, teils monotheistische Religionen, mit sehr unterschiedlichen Richtungen und Anschauungen), mystische Gemeinschaften, neue Religionen und Sekten.

 

 

Ökumenische Bewegung

Ursprung der Trennung zwischen Römisch-Katholischer und Orthodoxer Kirche war die Trennung des Weströmischen und Oströmischen Reiches, unterschiedlichen Entwicklungen, Verwechslung von Einheit mit Uniformität. Dazu kam allerdings auch ein extremes Machtstreben und die Verteidigung der eigenen gewachsenen Identität und Tradition. Da, wo die Diplomatie scheitert, entwickelt sich Intoleranz, Unverständnis und Missverständnisse. Durch die getrennte Entwicklung kamen Mentalitätsunterschiede dazu. Dieses Gemisch mündete in kriegerischen Auseinandersetzungen. Ab 1950 begann verstärkt eine Annäherung und ökumenische Bewegung.

Zwischen Katholischen und Evangelischen führte ursprünglich hauptsächlich der Ablass zur Kirchenspaltung und damit die Frage, auf welche Weise die Sünden eines Menschen vergeben werden. Gläubige in der katholischen Kirche können sich traditionell durch rituelle Praxis der Gnade Gottes annähern. Für die Protestanten ist die Gnade Gottes ein unverfügbares Geschenk Gottes. Auch hier ging es in der Folge in erster Linie um Einfluss und Macht und endete in blutigen Auseinandersetzungen. Ab den 60iger Jahren begannen offizielle Dialoge.

Seit einigen Jahrzehnten bemüht man sich verstärkt um eine Einheit. Dieses Bemühen nennt man Ökumenische Bewegung. Ökumene bedeutet aber nicht eine "uniforme Superkirche", sondern die Akzeptanz und "versöhnte Verschiedenheit" der Konfessionen, die die Vielfalt nicht unterbinden will. Nicht alles, was verschieden ist, muss die Kirchen trennen, sondern kann sich auch gegenseitig bereichern.   

 

 

Abrahamitische Ökumene
 
Die „Abrahamitische Ökumene“ bezeichnet den Dialog der drei monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam. Alle drei Religionen gehen auf Abraham zurück, den Stammvater der Israeliten. Sein Segen für die Völker ist durch Jesus Christus auch den Christen zuteil geworden. Die Muslime als Nachkommen Ismails sind seine Nachkommen. Auch andere Religionsgemeinschaften wie die Bahai sehen sich als abrahamitische Religion. Die sogenannte Abrahamitische Ökumene sieht die Wurzeln in dem Gott, der mit Abraham einen Bund geschlossen hatte. Das Judentum ist die älteste darauf begründete Religion, gefolgt von dem Christentum. 600 n. Chr. empfing Mohammed durch Allah den Islam. Damit haben alle drei Religionen gemeinsame Wurzeln, trotz unterschiedlicher Ausprägung und Auslegung.
 
 
 

 

 

 

 

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