Der Islam: Übersicht

Die 5 Säulen des Islam Koran Scharia
Gebete Ramadan Feiertage

 

 

Die 5 Säulen des Islam

Mit den 5 Säulen des Islam sind die Pflichten gemeint, die jeder Muslim erfüllen muss.

  • Die erste Säule ist der Glaube und Bekundung an die Einheit Allahs.
  • Die zweite Säule ist die Pflicht zu den fünf täglichen Gebeten vor Sonnenaufgang, am Mittag, am Nachmittag, nach Sonnenuntergang und in der Nacht.
  • Die dritte Säule ist die Verpflichtung zur Wohltätigkeit. Dazu gehören freiwillige Spenden und die einmalige jährliche Almosen-Steuer (Zakat). Sie beträgt ungefähr 2,5 Prozent des Einkommens und ist die Basis für die Sozialarbeit.
  • Die vierte Säule ist die Pflicht zur Einhaltung des Fastens im Ramadan.
  • Die fünfte Säule ist die Pflicht, wenigstens einmal in seinem Leben nach Mekka zu pilgerrn.

 

Koran

Der Koran ist die Heilige Schrift des Islams und enthält die wörtliche Offenbarung an den Propheten Mohammed. Er umfasst 114 Suren, die wiederum aus einer unterschiedlichen Anzahl an Versen in einer speziellen Reimprosa bestehen. Der Koran ist in arabischer Sprache verfasst und die Grundlage der Scharia.

Vermutlich war Mohammed Analphabet. Nach der Überlieferung schrieb der Erzengel Gabriel in 22 Jahren in sein Herz die Suren, die der Prophet dann rezitierte. Viele Verse zeigen einen Bezug auf aktuelle Geschehnisse der damaligen Zeit, andere erzählen von den vorigen Propheten und wieder andere enthalten Vorschriften und allgemeine Glaubensgrundsätze. Der Koran spricht alle Menschen an, auch Nichtgläubige.

Vor dem Tod des Propheten Mohammed waren bereits verschiedene Teile des Korans schriftlich niedergeschrieben worden. Nach seinem Tod entstand der erste Koran-Kodex. Der Kalif Uthman ibn Affan ließ einen überarbeiteten Koran erstellen. Jeder Vers musste von mindestens zwei Männern bezeugt werden, dass sie es genauso vom Propheten gehört hatten. Sechs Verse wurden nur von dem früheren Diener Mohammeds bezeugt, für den eine Sonderregelung getroffen wurde.

Eine Übersetzung des Korans aus dem Arabischen kommt für Traditionalisten nicht infrage, da eine Übersetzung die Gefahr einer Interpretation birgt. Daher empfehlen sie das Studium des Korans in der arabischen Originalfassung. Dennoch existieren inzwischen zahlreiche Übersetzungen in unterschiedlichsten Sprachen.

 

Scharia

Die Scharia bezeichnet die Gesamtheit des islamischen Gesetzes und basiert auf dem Koran. Sie gilt als Ordnung Allahs, die Frieden und Gerechtigkeit schafft und ist keine fixierte Gesetzessammlung, sondern eine Methode der Rechtsschöpfung. Niedergelegt wurde sie vor allem in der frühislamischen Zeit. Das islamische Gesetz regelt die kultischen und rituellen Vorschriften des Einzelnen und das Zusammenleben in der Gesellschaft (z. B. Vermögensrecht, Familienrecht, Erbrecht, Strafrecht). 

Übersicht über die Länder, in denen die Scharia gilt

Die Scharia sorgt immer wieder für Diskussionen in nichtislamischen Ländern, weil Delikte und Strafmaße nicht ihren Rechtsvorstellungen entsprechen. Dazu muss aber bemerkt werden, dass die Scharia nie vollständig zur Anwendung kam. Auch in Ländern wie beispielsweise der Iran oder Sudan wird sie nur teilweise praktiziert. In den meisten islamischen Ländern findet man Elemente aus Geboten des Korans, der islamischen Überlieferung, dem arabischen Gewohnheitsrecht, vorislamische und europäische Rechte in der heute geltenden Rechtsprechung.

Das islamische Strafrecht unterscheidet in Grenz-, Wiedervergeltungs- und Ermessensvergehen.

Als Grenzvergehen gelten Verbrechen, die nicht menschliches Recht, aber das Recht Allahs verletzen. Daher werden weltliche Gerichte oder außergerichtliche Einigungen nicht akzeptiert. Die Strafe wird unverändert vollstreckt, wie es im Koran oder Überlieferung vorgesehen ist. Ehebruch oder Unzucht wird beispielsweise mit Peitschenhieben, Arrest, Verbannung bis zur Todesstrafe geahndet. Schwerer Diebstahl, ausgenommen Mundraub oder Taschendiebstahl, führt zur Amputation der rechten Hand und im Wiederholungsfall des linken Fußes. Raub in Verbindung mit Totschlag wird mit der Todesstrafe bestraft. Alkohol- oder Drogengebrauch wird mit Schlägen vergolten. Die Strafen für Homosexualität und Vergewaltigung werden kontrovers diskutiert. Für den Abfall vom Islam ist die Todesstrafe vorgesehen. Voraussetzung für eine Verurteilung ist entweder ein freiwilliges Geständnis (der Geständige muss mündig und geistig gesund sein und vorsätzlich gehandelt haben) oder die Aussage zweier männlicher Augenzeugen (bei Ehebruch und Unzucht vier männliche Augenzeugen). Ein Geständnis kann widerrufen oder bei Unglaubwürdigkeit vom Richter zurückgewiesen werden.

Verbrechen mit Wiedervergeltung verletzen nach der Scharia menschliches Recht. Dazu gehören Mord und Totschlag. Geahndet werden diese Verbrechen nach dem Motto: „Auge um Auge, Zahn um Zahn“, das heißt, der Täter erfährt dieselbe Verletzung, die er verübt hatte. Das Opfer, niemand anderes, hat das Recht, dem Täter unter Aufsicht des Richters die gleiche Verletzung beizubringen. Wenn das Opfer oder die Familie des Opfers auf Vergeltung verzichtet, kann sie vom Täter einen sogenannten Blutpreis fordern. Zusätzlich muss der Täter eine religiöse Bußleistung leisten wie z. B. zusätzliches Fasten.

Ermessensvergehen gehören weder zu den Grenzvergehen noch zu Verbrechen mit Wiedervergeltung. Dazu gehören beispielsweise Delikte wie Aufruhr, Lügen, Rufmord, Beleidigung, Bestechung, Betrug, Urkundenfälschung, Sachbeschädigungen, Verkehrsverstöße, Rauschgifthandel, Erpressung usw. Die Bestrafung liegt im Ermessen des Richters. Strafmaße sind je nach Schwere des Vergehens Ermahnungen, Tadel, Geldstrafen, Verlust des Amtes oder des Besitzes, Gefängnisstrafen, Verbannung, Auspeitschung bis zur Todesstrafe. 

 

Gebete

Gläubige Muslime verrichten fünf Pflichtgebete am Tag. Die Gebetszeiten sind festgelegt und in einem Kalender verzeichnet, den jeder Gläubige besitzt.

Freitags sind Männer verpflichtet, in der Moschee zu beten.

Der Ort des Gebetes muss ruhig, ungestört und sauber sein. Die Gebete finden in Richtung Mekka statt, in Deutschland ist das ungefähr die südöstliche Richtung. Geht jemand an dem Betenden vorbei, ist die Verbindung mit Mekka gestört und das Gebet muss von vorne begonnen werden.

In einer Pflegeeinrichtung sollte daher ein abgeschlossener Raum mit Teppich für Gebete zur Verfügung stehen, getrennt nach Geschlechtern. Logischerweise sollte dort und im Zimmer des Gepflegten keine religiösen Symbole anderer Religionen hängen. 

Für die rituelle Waschung vor dem Gebet kann die Nasszelle des Gepflegten genutzt werden, besser wäre ein separater Waschraum beim Gebetsraum mit fließendem Wasser.

Bettlägrigen Klienten muss auch das Gebet ermöglicht werden. Die rituelle Waschung kann auch im Bett erfolgen mittels Kanne und Schüssel zum Wasser auffangen. Im Notfall könnte auch eine symbolische Waschung vollzogen werden. Der Klient berührt dazu die Wand und deutet die Waschung an. Es geht darauf zurück, dass auch Stein oder Sand zur Reinigung genutzt werden darf, wenn kein Wasser vorhanden ist. Da in deutschen Pflegeeinrichtungen aber überall Wasser vorhanden ist, sollte dieser Notfall nicht eintreten. Es bedeutet lediglich Mehrarbeit, was bei dem Anspruch an die Individualpflege  oder ganzheitlichen Pflege geleistet werden muss.

Der einfachste Weg zur Unterstützung der Gebete ist, die Angehörigen oder die Gemeinde um Hilfe zu bitten. Es hätte auch den Vorteil, dass eine gläubige Person den Klienten unterstützt. 

Für gläubige Muslime sind Krankenbesuche eine religiöse Pflicht. Man kann sich über die zahlreichen Besucher aufregen, sinnvoller ist es jedoch, die Vorteile zu sehen und zu nutzen.

Freitags sollte dem Klienten der Besuch einer Moschee ermöglicht werden. Auch dafür kann man Angehörige oder Gemeindemitglieder einbinden. 

Ein Leitbild einer Einrichtung, das betont, dass die Pflegeeinrichtung offen für alle Konfessionen ist und obendrein mit ganzheitlicher Pflege oder Individualpflege wirbt, verpflichtet sich nicht nur, auch muslimische Mitbürger aufzunehmen. Es hat dann auch die Bedingungen und Voraussetzungen zu schaffen, dass dieses Klientel entsprechend seinen Bedürfnissen leben kann. 

Dazu gehört auch die Akzeptanz der Besucherströme. Bekommen alte Menschen in Altenheimen keinen Besuch, regt sich das Pflegepersonal darüber auf. Bekommen alte Menschen in ihren Augen zuviel Besuch, regt man sich ebenfalls auf und signalisiert, dass die Besucher stören. Störend sind in erster Linie die festgefahrenen Strukturen und Vorurteile. Das kann man auch strukturelle Gewalt nennen.

Die zahlreichen Besucher bringen mehr Vor- als Nachteile mit:

  • Die Klienten fühlen sich wohl und geborgen
  • Da der Islam für Christen eher eine fremde Religion ist, hat man vor Ort Ansprechpartner, die sich in der Religion auskennen
  • Es besteht eine große Bereitschaft der Besucher, den Alten oder Kranken bei religiösen Verrichtungen zu unterstützen
  • Die meisten Besucher sind sehr zugänglich und lassen sich gerne anleiten und in Pflege und Betreuung im Interesse des Klienten einbinden
  • Kulturen treffen sich und es besteht die Möglichkeit, den eigenen Horizont zu erweitern
  • In der Regel ist der Umgang der Besucher mit anderen Klienten, auch anderer Religionen, ausgesprochen respektvoll und wertschätzend
  • Es kommt Leben in die Bude

In den meisten Einrichtungen gibt es bestimmte Bettgehzeiten, die sich allerdings nicht immer mit dem letzten Gebet der Muslime (nach Sonnenuntergang) decken. Deswegen muss hier auch eine Regelung getroffen werden, wie Bewohner diese Gebetszeit einhalten können. Wichtig ist auch, dass beim Gebet Ruhe gegeben ist.

 

Der Fastenmonat Ramadan

Der Fastenmonat ist der neunte Monat nach dem islamischen Mondkalender. Dadurch verschiebt sich der Fastenmonat um zehn oder elf Tage pro Jahr nach vorne. So erlebt ein Muslim im Laufe seines Lebens diesen Monat in allen Jahreszeiten. Im Winter mit den kurzen Tagen ist das Fasten logischerweise leichter.

Im Monat Ramadan wurde nach islamischer Auffassung der Koran herabgesandt. Die Gläubigen sollen sich durch das Fasten wieder ganz auf Gott besinnen. Das Fasten ist eine der sogenannten fünf Säulen des Islam und Pflicht. Zum Fasten gehört auch das Lesen des Korans.

Viele Muslime, die sonst eher eine lose religiöse Bindung haben, halten meist auch das Fasten ein.

Gefastet wird täglich vom ersten Morgengrauen bis zum Abend. Die Zeiten sind in einem Kalender festgelegt. In diesem Zeitraum darf nichts von außen in den Körper eindringen. Somit entfällt essen, trinken, rauchen und der Geschlechtsverkehr. Das wird als "äußeres" Fasten bezeichnet. Das  "innere" Fasten soll die Seele reinigen, indem der Gläubige darauf achtet, sich von Sünde fernzuhalten und sich von Abhängigkeiten loszulösen.

Eine Injektion, Infusion oder Verwendung von Salben oder Tropfen würde das Fasten brechen. Nasen-, Augentropfen, Injektionen und Infusionen ohne Nährwert sind im Ramadan erlaubt.

Eine wichtige islamische Regel besagt, dass der Mensch nichts tun darf, was ihm Schaden zufügt. Das bedeutet, dass die regelmäßige Einnahme einer Medizin tagsüber erfolgen kann, wenn sie erforderlich ist.

Außerdem dürfen Schwangere, stillende Mütter, Altersschwache und Kranke nicht fasten. Altersschwache und chronisch Kranke sollen statt zu fasten einen Fastenersatz leisten (fidya) durch Speisung eines Bedürftigen oder einer entsprechenden Spende. Die Spende oder Speisung sollte der Aufwendung für das eigene Fastenbrechen entsprechen. Andere holen die Fastentage zu einem späteren Zeitpunkt nach.

Das erklärt sich aus der Regel zur Gesunderhaltung. Man kann also auch als Ungläubiger Kranke darauf hinweisen, dass sie nach dem Koran von der Fastenpflicht entbunden sind, wenn sie durch das Fasten dem Gesundungsprozess schaden. Es wäre gegen den Willen Allahs, da jeder Muslim gehalten ist, seine Gesundheit zu schützen und zu erhalten. Bei uneinsichtigen Klienten: Wozu gibt es die zahlreichen Krankenbesucher?

Kinder fasten ab der Geschlechtsreife, vorher können sie innerhalb ihrer Möglichkeiten freiwillig fasten.

Am Abend beginnt das Fastenbrechen normalerweise mit einem Schluck Wasser oder einer Dattel. Nach dem Abendgebet werden die eigentlichen Speisen gegessen. Oft laden sich Gläubige gegenseitig zum Essen ein. Häufig findet in den Moscheen ein gemeinsames Fastenbrechen statt. Ein ganzjähriges Fasten ist verboten.

Der Ramadan endet am ersten Tag des Folgemonats (türkisch: Ramazan Bayramı; arabisch: Īd-ul-fitr). Nach dem Sonnenaufgang beginnt das dreitägige Fest mit einem Festgebet. Es ist dann üblich, sich gegenseitig zu besuchen, wobei die Jüngeren meist den Älteren durch ihren Besuch Respekt zollen. 

Muslimische Kollegen kann man während des Fastens unterstützen, indem man ihnen nicht während der Fastenzeit schwere Arbeiten zumutet und den Dienstplan danach ausrichtet. 

 

Feiertage

Die islamische Jahreszählung beginnt mit dem Jahr der Hidschra Mohammeds, seiner Übersiedlung von Mekka nach Medina im Jahr 622. Die religiösen Feste in den muslimischen Ländern richten sich nach dem Mondkalender. Deshalb verschieben sich die Feste und Feiertage jedes Jahr und können nicht auf eine bestimmte Jahreszeit festgelegt werden. Hidschra oder das islamische Neujahr ist kein Feiertag, sondern ein Gedenktag und erinnert an die Auswanderung des Propheten und die Gründung des ersten islamischen Staates. Da für Muslime der neue Tag mit dem Sonnenuntergang beginnt, nicht um Mitternacht, dauert der Gedenktag zwei Tage. In manchen islamischen Ländern künden traditionelle Blasinstrumente das neue Jahr an. Viele Muslime bereiten in der Familie ein Neujahrsmahl aus traditionellen Zutaten. Allerdings lehnen auch viele Muslime eine Neujahrsfeier grundsätzlich ab, weil sie nicht durch den Koran begründet wird.

Der Freitag, der „Tag der Zusammenkunft“, ist in der Bedeutung ähnlich dem Sonntag für Christen oder Sabbat für Juden. Allerdings gilt der Freitag in den meisten islamischen Ländern nicht als Feiertag und ist somit nicht arbeitsfrei. Im Mittelpunkt steht das Gemeinschaftsgebet in der Moschee am Freitagnachmittag, was für gläubige Männer Pflicht, von Frauen erwünscht ist.

Id al-Adha, das Opferfest, ist das höchste Fest und findet im Wallfahrtsmonat Dhu al-Haddsch statt. Es dauert vier Tage und wird in Erinnerung an den Propheten Abraham gefeiert, der bereit war seinen Sohn zu opfern. Abraham durfte seinen Sohn mit einem Tieropfer auslösen. Daher schlachten Muslime ein Tier, meist ein Schaf, das gemeinsam verzehrt wird. Nach der 3. Säule, der Wohltätigkeit, soll man das Essen mit Bedürftigen teilen oder sie einladen.

Der Ramadan ist ein gesegneter Monat, in dem die göttlichen Gnaden (Barakat) näher sein sollen. Vor allem in der feierlichen "Nacht der Bestimmung", in der der "Herabsendung" des Korans auf Mohammed gedacht wird, lesen Muslime intensiv den Koran. 

Id al-Fitr, das Fest des Fastenbrechens oder Ramadanfest ist eine dreitägige Feier zum Ende des Fastens im Ramadan, dem neunten Monat des islamischen Kalenders. Man feiert aus Dankbarkeit für den segensreichen Fastenmonat und aus Freude darüber, dass alle die Anstrengungen des Fastens gut überstanden haben. Die Kinder erhalten Geschenke und Süßigkeiten, daher hat das Fest in der Türkei den Beinamen "Zuckerfest". Es werden viele Besuche innerhalb der Verwandschaft unternommen. Kinder freuen sich auf das Fest wie beispielsweise christliche Kinder auf Weihnachten. In vielen Moscheen wird ein Nachmittag für die Kinder geöffnet, die dort gemeinsam spielen und von der Moschee beschenkt werden.

Mawlid an-Nabi oder Mevlid wird am 12. des Monats Rabi al-Awwa in den meisten islamischen Ländern mit Andachten, Lichtern und hell erleuchteten Moscheen gefeiert. Das „Lichterfest zum Geburtstag" erinnert und gedenkt dem Geburtstag des Religionsstifters. Den eigenen Geburtstag feiern allerdings Gläubige meistens nicht. Erst nach Anstrengungen gibt es ein Fest, etwa am Ende des Ramadans, nach einer bestandenen Prüfung oder erfolgreichem Koranstudium. Dogmatische Muslime lehnen diesen Feiertag daher ab.

An Miradsch Kandil wird im Monat Radschab der Himmelsreise des Propheten Muhammad gedacht. Die Moscheen werden in der Nacht festlich beleuchtet, die Gläubigen beten in dieser Nacht oder tragen Gedichte vor. Auch dieses Fest lehnen dogmatische Muslime ab.

Auch in der Nacht Lailat-ul-Bara’a oder Berat Kandili im Monat Schaban sind die Moscheen nachts hell erleuchtet. In der "Nacht der Vergebung" bitten die Menschen in Gebeten Allah um Vergebung für ihre schlechten Taten. 

Lailat al-Qadr ist die "Nacht der Bestimmung" oder „Nacht des Schicksals“. Das Schicksal des einzelnen Menschen kann sich verändern, da seine Bittgebete in jener Nacht besondere Erfüllung erhalten und der Mensch eine besondere Nähe zu seinem Schöpfer verspüren kann.

Neben diesen Festen gibt es noch regionale Feste oder Feste der unterschiedlichen islamischen Richtungen. 

 

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