Buddhismus: Übersicht

Prinz Siddharta Die Lehre Buddhas Feiertage im Buddhismus

 

 

Prinz Siddharta - Siddhartha Gautama - Buddha

Siddharta oder Siddhattha gilt als Begründer des Buddhismus.

Nach der Legende erschien seiner Mutter ein weißer Elefant und drang in ihre rechte Seite ein, durch die nach 10 Monaten Siddharta auch geboren wurde. Nachdem seine Mutter sieben Tage nach seiner Geburt verstarb, heiratete der Vater deren Schwester, die so seine Stiefmutter wurde.  

Zu seiner Geburt soll ein Seher verkündet haben, dass er ein großer König oder ein großer heiliger Mann wird. Sein Vater Shuddhodana wollte seinen Sohn als Nachfolger und König (oder regierender Fürst) sehen. Um zu verhindern, dass er die Laufbahn eines heiligen Mannes einschlägt, verbot er eine religiöse Unterrichtung und schirmte ihn von der Umwelt ab.

Mit 16 Jahren heiratete er. Nach der Geburt seines einzigen Sohnes verließ er öfter den Pallast und wanderte durch die Umgebung. Dabei wurde er mit der Realität und Leid konfrontiert, wodurch er in eine Lebenskrise geriet. Er verließ den Pallast endgültig und lebte zunächst als Asket. In den bestehenden Religionen und Philosophien fand er jedoch keinen Ansatz für seine Fragen. So wanderte er als Bettler weiter, übte sich in der Meditation und suchte sich einen eigenen Weg zu Antworten auf seine existentiellen Fragen.

Mit 35 Jahren soll er unter einer Pappelfeige in einer Vollmondnacht eine "Erleuchtung" gespürt haben. Es offenbarte sich für ihn ein Weg aus dem Leid herauszukommen, indem er sich von niederen Gefühlen, weltlichen Gütern und Unwissenheit loslöste. Daher werden Pappelfeigen heute auch als Bodhi-Baum bezeichnet, frei übersetzt der "Baum des Erwachens" oder "Baum der Weisheit". Buddhistische Klöster haben oft einen Ableger dieses Baumes in ihrem Besitz.

Ab da hielt er Lehrreden im Nordosten Indiens zum "Mittleren Pfad", den Weg zum "Erwachen" oder "Erleuchtung".  Dabei interessierte es ihn nicht, aus welcher sozialen Schicht oder Kaste die Menschen kamen. Egal welcher Herkunft, Geschlecht oder Hautfarbe hatte jeder Mensch die Möglichkeit zu erwachen, wenn er bereit wäre, den "achtfachen Pfad" zu beschreiten. Er wurde nun Siddharta Gautama genannt oder als Buddha ("der Erleuchtete") bezeichnet. 

Mit 80 Jahren trat er in Begleitung seiner Anhänger eine letzte Reise an. Der Legende nach soll er auf einem Berg gestorben sein, vermutlich an einer Lebensmittelvergiftung, und kurz zuvor seinen Anhängern eröffnet haben, dass seine Weisheit und sein Geist auf seinen Anhänger Mahakasyapa übergegangen sei. Damit wurde Mahakasyapa der erste buddhistische Patriarch. Seine letzten Worte sollen laut der Anwesenden "Alle Gebilde sind vergänglich. Arbeitet an eurer Befreiung" gewesen sein.

 

 

Die Lehre Buddhas

 

Bis heute wird darüber gestritten, ob der Buddhismus eine Religion oder Philosophie ist. Buddha war kein Gott, sondern ein Mensch. Im Buddhismus gibt es keinen Schöpfergott. 

Die Lehre Buddhas bestand darin, für jeden Menschen einen Weg zu einem glücklichen und erfüllten Leben aufzuzeigen. Sein "mittlerer Weg" empfahl seinen Anhängern einen Lebensstil ohne das Extreme, also weder extremer Konsum oder ausschweifende Ansprüche, noch extreme Askese oder Enthaltsamkeit. Die Menschen sollten so in die Lage versetzt werden, Ängste und die tagtäglichen Probleme zu überwinden und Freude und Glück zu erleben.

Seine "Vier Edle Wahrheiten" ist das Instrument, um sein Leben ändern zu können. Der achtfache Pfad ist der Weg zu den "Vier Edle Wahrheiten", die Anleitung zum Handeln. Ziel ist das Nirwana, der Ausbruch aus dem Kreislauf des Leidens und der Reinkarnation (Wiedergeburt).

Samsara, das sogenannte Lebensrad, ist die Bezeichnung für diesen Kreislauf von Werden, Sein, Vergehen und Reinkarnation, was als leidvoll angesehen wird. Im Innenkreis sind die drei Geistesgifte dargestellt: Hahn (Gier), Schlange (Hass), Schwein (Unwissenheit). Resultat dieser Geistesgifte wäre der absteigende schwarze Weg, der Weg der Überwindung dieser Geistesgifte der aufsteigende weiße Weg. Diese Wege führen auf die nächste Ebene in sechs mögliche Wiedergeburtsbereiche.

Eigentlich heißt Buddhas Lehre "Dharma". Das Dharma bedeutet Recht, Sitte und Gesetz, im weiteren Sinne auch Ethik, Moral und religiöse Verpflichtung, aber nicht nach westlichem Verständnis Religion. Ob der Buddhismus Religion oder Philosophie ist - darüber streiten sogar Buddhisten.

Das verdeutlicht bereits, dass es im Buddhismus viele Strömungen, Auslegungen und Ansichten gibt. Buddhist ist nicht gleich Buddhist. Die Grundlage des Buddhismus sind die:

 

"Vier edlen Wahrheiten"

1. Das Leben ist voller Leid und daher unbefriedigend / Das Leben im Daseinskreislauf ist letztlich leidvoll.

2. Ursache des Leidens ist Gier / Ursachen des Leidens sind Gier, Hass und Verblendung.

3. Überwindung des Leidens durch Loslösung von weltlichen Gütern / Erlöschen die Ursachen, erlischt das Leiden.

4. Pfad zur Erleuchtung durch den Zustand inneren Friedens / Zum Erlöschen des Leidens führt der Achtfache Pfad

Es gibt sehr viele unterschiedliche Richtungen, Strömungen, Auffassungen im Buddhismus, als Schulen oder Fahrzeuge (über den Strom des Leidens) bezeichnet. Die in Deutschland wohl bekannteste Richtung ist der Lamaismus oder Tibetische Buddhismus, da der jetzige Dalai Lama in der Öffentlichkeit eine sehr bekannte Persönlichkeit ist.

Grob unterscheiden sich zwei Hauptrichtungen: Theravada (Hinayana) und Mahayana. Unstimmigkeiten der Mönche zur Verwendung von Geld, Genuss von Palmwein (alkoholisches Getränk) und zu Glaubensfragen (ob z.B. nur Mönche ins Nirwana kommen) führten zur Spaltung.  

Verbreitung:

  • Asien
  • Urgemeinde in Nordindien
  • Südliche Verbreitung überwiegend Hinayana
  • Nördliche Verbreitung hauptsächlich Mahayana, besonders über die Seidenstraße
  • Tibetischer Buddhismus verbreitete sich im Tibet und Mongolei

 

Feiertage im Buddhismus

 

Das Vesakh-Fest

Das höchste buddhistische Fest ist Vesakh.  Buddahs Geburt, Erleuchtung und sein Eintritt ins Nirwana sollen laut der Überlieferung in einer Vollmondnacht im Monat „Vesakha“ stattgefunden haben. „Vesakha“ entspricht ungefähr unserem Monat Mai. Vesakh wird daher in vielen buddhistischen Ländern und im Westen am ersten Vollmondtag im Mai gefeiert. Am Vesakh wird den Klöstern gespendet, Arme gespeist und Tiere besonders geschützt oder freigelassen. In vielen buddhistischen Ländern besteht auch die Tradition, zum Fest Gefangene zu begnadigen.

 

 

Neujahrsfest

Das Neujahrsfest richtet sich in vielen buddhistischen Ländern nach dem Mondkalender. Losar ist das tibetische Neujahrsfest (Neumond im Februar/März), in Vietnam ist es das Tet-Fest (Januar/Februar) und in Sri Lanka, Myanmar (Burma) und Thailand findet es etwa Mitte April statt. Die Traditionen zum Neujahrsfest unterscheiden sich nach regionalen Traditionen.

 

 

Asalha Puja / Dhammacakka-Tag

Am Vollmondtag im Juli wird das erste Drehen des Dharma-Rades gefeiert. als Erinnerung an Buddha und seine erste Lehrrede nach seiner Erleuchtung.

 


Magha Puja-Tag

Feiertag hauptsächlich in Thailand, Laos und Kambodscha zum Gedenken an Buddhas Rede im Weluwan-Tempel bei der Stadt Rajagaha, zu der sich nach der Überlieferung ohne Absprache 1250 buddhistische Mönche einfanden (Ende Februar oder Anfang März). 

 

 

Ahnenfeste 

In Vietnam wird das Ullambana-Fest zum Gedenken an Verstorbene gefeiert (etwa im August/September). Auch in anderen ostasiatischen Länder gibt es entsprechende Feste.

 

 

Es gibt noch regionale Feste wie beispielsweise Feiern zum Ende der Regenzeit.

 

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